Der 11. Landshuter Straßenpreis ist am Samstag von einem schweren Rennunfall überschattet worden und musste vorzeitig abgebrochen werden. Rund 190 Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren bei der diesjährigen Austragung am Start – so viele wie noch nie zuvor.
Rennbeginn und Verlauf
Die Veranstaltung begann planmäßig mit der Ausgabe der Startnummern und der Ankunft der Fahrerinnen und Fahrer in Oberglaim. Die Stimmung war konzentriert und erwartungsvoll, ehe das Rennen um 14 Uhr auf dem rund 8,5 Kilometer langen, abgesperrten Rundkurs gestartet wurde.
Zunächst verlief das Rennen ohne besondere Vorkommnisse. In der ersten von insgesamt sieben geplanten Runden kam es jedoch gegen 14.20 Uhr zu einem folgenschweren Zwischenfall.
Schwerer Sturz in der Abfahrt bei Grafenhaun
Nach einer Rechtskurve auf Höhe der Abfahrt nach Grafenhaun stürzten in der Spitzengruppe, die etwa 50 Fahrer umfasste, mehrere Radsportler bei hoher Geschwindigkeit. Nach Angaben der Polizei Rottenburg wurden insgesamt fünf Teilnehmer verletzt, drei davon schwer.
Die verletzten Sportler wurden umgehend medizinisch versorgt. Drei von ihnen mussten aufgrund der Schwere ihrer Verletzungen mit Rettungswagen und Hubschraubern in umliegende Krankenhäuser gebracht werden. Zwei weitere gestürzte Fahrer erlitten leichtere Verletzungen und benötigten keine weitergehende Behandlung.
Rennen wird abgebrochen
Nach dem Unfall entschieden die Verantwortlichen, das Rennen aus Sicherheitsgründen sofort abzubrechen. Der 11. Landshuter Straßenpreis wurde noch in der zweiten Runde beendet.
Das Rennen wurde vom Gehörlosen Sportverein Landshut organisiert und fand in diesem Jahr zum elften Mal statt. Mit knapp 200 Anmeldungen wurde ein neuer Teilnehmerrekord erreicht. Fünf Teilnehmer vom RC Vilsbiburg waren auch am Start.
Ermittlungen laufen
Der genaue Unfallhergang ist derzeit noch unklar und Gegenstand polizeilicher Ermittlungen.
Gedanken zum Renntag
Der sportliche Wettbewerb rückte angesichts des Geschehens in den Hintergrund. Die Gedanken aller Beteiligten – Fahrer, Organisatoren und Zuschauer – gelten den verletzten Teilnehmern.
Der Vorfall zeigt eindrücklich, wie anspruchsvoll und risikoreich der Straßenradsport insbesondere bei hohen Geschwindigkeiten und technisch schwierigen Streckenabschnitten ist.








